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14. Vaihinger Herbstmarkt

08.10.2012 Vaihinger Kreiszeitung

Vaihingen (clar). Obwohl es sich nicht gut anließ: Das Wetter konnte dem Vaihinger Herbstmarkt kaum einen Abbruch tun. Am Samstag und Sonntag luden Geschäfte und Marktstände zum Bummeln ein – und besonders gestern folgten viele dieser Einladung. Eigentlich ist das Angebot kaum überschaubar: Vom filigranen Glasvogel über Bürsten, Holzspielzeug, Porzellanblüten bis hin zu Marzipanfiguren, glitzerndem Schmuck und noch Unzähliges mehr gab es an den Ständen des Kunsthandwerkermarktes in der Vaihinger Innenstadt. Der begleitet regelmäßig den Herbstmarkt, bei dem vor allem auch die Vaihinger Händler – vom Baumarkt bis zum Optiker – präsentieren wollen, was sie haben, und natürlich auf viel Kundschaft hoffen. Das Fazit des 14. Herbstmarktes am vergangenen Samstag und Sonntag gleich vorab: „Besonders gestern war es ziemlich gut voll, auch wenn das Wetter nicht optimal war. Der ein oder andere Händler sagte sogar, so voll sei es noch nie gewesen“, bilanziert Andreas Rank, Vorsitzender der organisierenden Werbegemeinschaft Vaihingen (WGV). Aber auch am Samstag war die Innenstadt entlang der Stuttgarter Straße zeitweise recht gut gefüllt. Elke und Gerhard Jantschik aus Gündelbach kamen mit ihrer vierjährigen Enkelin Emily, die einige Runden auf dem historischen Kinderkarussell am Markt drehen durfte. Die Großeltern schauten sich auch an den Ständen um. „Allerdings hab ich mehr erwartet. Wo ist denn der Kunsthandwerkermarkt?“, fragte Elke Jantschik. Doch auch wenn das Angebot in ihren Augen größer sein könnte, ist sie nicht unzufrieden: „Das ist mal etwas anderes.“ Über eines aber hatte sie sich dann doch geärgert: „Ich wollte zur Buchhandlung Kern, aber da ist jetzt zu“, berichtete sie am Samstagnachmittag gegen 15 Uhr. „Dabei sollten doch auch die Geschäfte länger offen haben.“ So geschehen unter anderem bei Hans Becker, Inhaber von Uhren-Optik Becker. „Ich sehe die WGV-Aktionen als Webung und Imagepflege“, sagte er. Die Einzelhändler müssten den Kunden zeigen, dass Vaihingen alles bietet, was das Einkäuferherz begehrt. Deshalb hält er die Aktionen auch für sinnvoll, wenn der Absatz auch mal gering ausfällt. Immerhin bot er am Stand vor seinem Geschäft eine Schmuckkollektion mit deutlich Rabatt an. „Viele habe Schwellenangst, denken: ‘Hm, da muss ich ins Geschäft rein.’ Hier am Stand kann man unverbindlich schauen und ins Gespräch kommen.“ Nebenan im Teeladen Sternschnuppe brummte es da gerade, jede Menge Besucher schauten sich um. Aber Inhaberin Doris Engelhardt meinte: „Die Kunden kommen immer intervallmäßig. Es kann morgen nur noch besser werden.“ Etwas mehr Resonanz am Samstag hätte sie sich gewünscht. „Müssten wir Angestellte beschäftigen, würde es sich nicht lohnen. Es geht nur, weil mein Mann und ich den Laden betreuen.“ Allerdings komme der beginnende Herbst dem Teeverkauf durchaus zugute. Kundin Manja Nenninger griff ebenfalls zu. Zwar sei sie nicht extra zum Herbstmarkt in die Stadt gekommen, freue sich aber über das vielseitige Angebot, sagte sie. Für Monika Wolff aus Illingen und ihre Tochter Nicole sowie Enkelin Laura aus Güglingen war der Herbstmarkt eine Premiere: Zwei Stände hatten die drei Generationen direkt am Marktplatzbrunnen aufgebaut, boten selbst gemachte Marmelade und Taschen, Blumenkränze und -gestecke an. „Für unser erstes Mal hier sind wir zufrieden“, lassen sie wissen. Am gestrigen Sonntag dann war die Fußgängerzone knackig voll. Nachdem der Regen am Morgen nichts Gutes vermuten ließ, brachte das etwas schönere Wetter am frühen Nachmittag jede Menge Vaihinger und Gäste in die Innenstadt. Der Duft von Flammkuchen, Suppen, Käse und Süßem zog durch die Gassen. Die Einzelhändler, die ihre Geschäfte bis 18 Uhr geöffnet hatten, lockten teils mit Probiererle und Rabattaktionen in die Geschäfte. Musik von der Drehorgel und auf dem Marktplatz sogar von einem Klavier begleitete die Einkäufer. Mancherorts hatten die gut zugegriffen. „Wir sind zufrieden, der Herbstmarkt lohnt sich für uns absolut. Gerade sonntags kommen viele Familien, auch von weiter her – und haben vor allem mehr Zeit zum Bummeln“, sagte Klaus Sämann vom gleichnamigen Kaufhaus. Eher mau fand Tanja Mesinger die Resonanz. Ihr Geschäft Mesinger Optik und Uhren in der Heilbronner Straße liege „ab vom Schuss“, sagt sie. „Wir machen halt auf, aber es lohnt sich für uns nicht.“ Denn viele Kunden drehten am Markt um.

 

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