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4. Vaihinger Lichternacht
28.11.2011 Vaihinger Kreiszeitung

Vaihingen (aa). Die Vaihinger Lichternacht etabliert sich als Marke. Gestern Abend drängten sich wieder Menschenmassen à la Straßenfest durch die Stadt.
In einem anderen Licht soll die Stadt unterm Kaltenstein bei diesem Fest vor dem ersten Adventswochenende präsentiert werden. Raus das spätherbstliche Grau, rein das fast schon märchenhaft anmutende Licht aus über 200 Scheinwerfern. Die Idee der Werbegemeinschaft funktioniert! Das beweisen nachdrücklich die Menschen, die sich anlocken lassen – obwohl am Basisangebot der Geschäftsleute nichts geändert wird.
Wenn jedoch an jeder Straßenecke ein Grillstand lockt, wenn Glühwein und Eierlikör angeboten werden, wenn es nach Crêpes duftet, wenn Drehorgelspieler durch die Stadt ziehen, dann ist es halt doch ein anderes Flair. Dass der eine oder andere Geschäftsmann auch noch vors Haus zieht, ist Ende November nicht unbedingt zu erwarten, doch gestern Abend war es bei plus fünf Grad und trockenen Bedingungen kein zu großes Risiko.
„Und wo spielt die Band?“, war lediglich die Frage, die sich der eine oder andere Gast stellte. Die fehlte „auf der Gass“ in der Tat, doch wer sich zu Sämann bemühte, der wurde dort im ersten Obergeschoss mit feinstem Jazz der „Neo Gardeners“ verwöhnt.
Rund 220 Strahler hatte das Team der Soundlight-Company gestern ab 8 Uhr an den Gebäuden installiert. Dass einige Häuser schwarz blieben, musste hingenommen werden; die Installation musste ja auch bezahlt werden. Und da schreien nicht alle Geschäftsleute gleich hurra. 180 Dreifachstecker waren zu liefern, über 3000 Meter Kabel zu verlegen. Die ganzen Gerätschaften mussten dann erst mal gegen Regen geschützt werden. Aber das ist das Los bei derartigen Open-Air-Veranstaltungen.
Der Hingucker des Abends war ohne Zweifel wieder die Schau der Brettener „Feuerbälle“. Die neunköpfige Gruppe aus dem Kraichgau jonglierte bei drei Auftritten mit den Flammen: als Feuerschlucker, beim Seilspringen oder mit Stäben. Und immer wieder gab es den Rat an die Zuschauer und vor allem an die Kinder: „Bitte nicht nachmachen!“
Dass im Vorfeld des Weihnachtsmarktes schon diverse Stände aufgebaut waren, wird bei der Lichternacht durchaus als Bereicherung empfunden. Die Auricher Eintracht-Sänger residierten schon im Brunnen, die Handballer des TV hatten ihre Zelte aufgeschlagen, der Musikverein Ensingen seine Holzhütte. Beim DLRG war man ebenso gerüstet wie bei den Basketballern vor Foto-Nova, den Fußballern des VfB Vaihingen oder dem Radsportverein am Eingang zur Fußgängerzone vor der Rebstock-Tür.
Was sich die Einzelhändler jetzt für die nächsten Wochen vor dem Weihnachtsfest wünschen: Nur ein klein wenig vom gestrigen Andrang auch an den Samstagen. Dass die Stadt und die Läden durchaus was zu bieten haben, wurde gestern nachdrücklich bewiesen. Es muss ja nicht immer Nachtshopping sein.


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